Neue Perspektiven in der Nachwuchsarbeit
Weißenfels ist größer geworden und um einige Ortsteile reicher. Das muss doch auch Vorteile in sportlicher Hinsicht bringen, dachten sich die Jugendtrainer des FC Markwerben, setzten die Vereinsbrille ab und sich mit anderen Vereinen zusammen. Herausgekommen ist rechtzeitig zu Saisonbeginn eine richtig starke Truppe. Frank Hartmann, Jugendleiter des FC Markwerben und Initialzünder für die neue Form der Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen, ist stolz auf das Erreichte.
In den Bereichen G-, F- und E-Jugend arbeiten wir mit dem SV Uichteritz zusammen, zur D- und C- Jugend gesellt sich als Dritter im Bunde der TSV Großkorbetha, berichtet er. Hartmann erhofft sich von dieser Bündelung der Kräfte einen Qualitätssprung in der Arbeit mit den Kindern. Das eröffne neue Möglichkeiten für die Männermannschaften in den nächsten Jahren und damit eine Niveausteigerung im Kreis insgesamt.Durch die Fusion trainieren und spielen gegenwärtig etwa 150 Kinder in der Gemeinschaft, angeleitet von erfahrenen Übungsleitern.
Frank Hartmann selbst besitzt immerhin die B-Lizenz für Fußballtrainer und hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit dem Nachwuchs. Überfällig war die Fusion ohnehin, da vor allem Uichteritz und Markwerben allein für sich nicht genügend Spieler im C- Jugendbereich hatten und die Gefahr der Abwanderung zu anderen Vereinen bestand.Spaß am Fußball vermitteln ist das Hauptanliegen der Nachwuchsarbeit, dann stellen sich die Erfolge von selbst ein, betont Hartmann. Wichtig sei die kameradschaftliche und enge Zusammenarbeit mit dem Uichteritzer Jugendtrainer Christian Baust und dem Großkorbethaer Jan Knothe.
Angedacht und im Nachwuchskonzept bereits fixiert ist der Aufbau einer Mädchenmannschaft, zurzeit trainieren die Mädchen noch gemeinsam mit den Jungs in allen Nachwuchsabteilungen. Gesucht werden in den drei Vereinen interessierte Mädchen ab Jahrgang 1997 und jünger. Natürlich sind auch die männlichen Bewerber weiterhin herzlich willkommen. Aufgenommen wird jeder Interessent, unabhängig von sozialen Umständen oder dem Geldbeutel der Eltern.
Wir haben Regularien in unseren Vereinen, die es wirklich jedem fußballinteressierten Kind ermöglicht, am Training und am Spielbetrieb teilzunehmen, versichert der 39ig jährige, der selbst noch als einer der Leistungsträger in der 1. Männermannschaft des FC Markwerben aktiv ist.
Alles in allem ein schlüssiges Konzept, von dem sich die Verantwortlichen der Vereine eine zukunftsorientierte breite Basis für die effektive Nachwuchsarbeit versprechen, den künftigen Kader für den Männerbereich an sich zu binden und möglichst Talente zu formen, die den Sprung in Mannschaften über den Kreismaßstab hinaus schaffen. Nicht zu vergessen ist das hohe Engagement der Eltern, die einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit opfern und den Kindern eine sinnvolle Freizeitbetätigung ermöglichen. Ohne sie wäre das beste Konzept nur wertloses beschriebenes Papier, bemerkt Frank Hartmann abschließend.


